Axel Reimann

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Mal was ganz anderes

Da schubst dich jemand vor die einfahrende U-Bahn. Du kennst den Typen gar nicht. Du überlebst, grade so – und was machst du danach? Für das neue Magazin anders handeln hab ich mal nachgefragt.

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Jede Zitrone hat eine Bringschuld

From The New York Public Library

Citrus limonium = Citronier limonier. [An enlarged version of lemon with leaves and a half-cul lemon](Courtesy of The New York Public Library)

Der Redebeitrag eines unbekannten Hinterbänklers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einkommen ohne Grund

Foto: Stefan Bohrer [CC0], via Wikimedia Commons

Für Nido habe ich mal vier Menschen gefragt, wie sich das so anfühlt, wenn man ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommt. [Achtung Spoiler: gut, sehr gut]. Aber mal von den Befindlichkeiten abgesehen: Ich schätze mal, in zehn, zwölf Jahren wird das Thema durch sein – weil es dann irgendeine Art von Grundeinkommen geben wird. Nicht aus sozialen Erwägungen, sondern aus ökonomischen. Das wird dann weder das Paradies der Selbstverwirklicher sein, wie manche hoffen, noch der Untergang der Arbeitsmoral, wie andere befürchten.

Was heute noch gegen das Grundeinkommen spricht? Unser irrationaler Blick auf die Wirtschaft. „Naiv ist beim Grundeinkommen nicht die Sache an sich; naiv ist die Hoffnung seiner Befürworter, dass ein so start verankertes Glaubensdogma wie das von der ewigen Knappheit durch etwas Sozialingenieurs-Rumgemache überwunden werden könnte.“ (siehe Rindvieh-Ökonomie, S. 148)

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Rückbau ist nicht so sexy

Im Neuen Testament waren die Jünger mit der Brotvermehrung relativ schnell fertig und das Ganze einigermaßen unaufwändig: zuerst Bestandsaufnahme (fünf Brote, zwei Fische), dann Verteilung (5000 Kunden), drittens Aufräumen (12 Körbe). In der Anskar-Kirche im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd brauchen sie dafür inzwischen jede Woche rund 100 Arbeitsstunden und zwar mit 15 bis 20 Mitarbeiter à sechs Stunden: Lastwagen der Hamburger Tafel ausladen, Stände mit den Lebensmitteln aufbauen, zusätzliche Supermärkte für Nachschub abklappern, Bewirtung in der Gemeinde-Cafeteria vorbereiten, Müll entsorgen. Und so weiter. Viel Arbeit, viel Herzblut, um ein paar Menschen satt zu kriegen.

Die Zeiten ändern sich eben. Auch für die Anskar-Kirche, jene evangelikal-charismatische Freikirche, die 1988 vom ehemals lutherischen Pastor Wolfram Kopfermann gegründet wurde. Der hatte seine nordelbische Landeskirche verlassen, um mit einer Schar Gleichgesinnter seine Vision einer erneuerten Kirche zu verwirklichen. Der Volkskirche prophezeite er damals unter anderem, sie würde in Zukunft vor allem ihren diakonisch-sozialen Bereich ausweiten, weil Menschen, die helfen können, immer gebraucht würden – dies gehe aber quantitativ und qualitativ “auf Kosten einer klaren Christuspredigt“.

Der diakonisch-soziale Bereich” – er hat sich tatsächlich ausgeweitet. In der Anskar-Kirche. Für das Magazin Zeitzeichen – Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft habe ich mir die freikirchliche Gemeinde mal angeschaut – es ist die Geschichte einer ehemals wohlsituierten In-Kirche, die zur konsolidierten Normalo-Gemeinde wurde. Was sich auch in den Finanzen zeigt…

 

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Segen fürs Geschäft

Im Entwicklungsministerium gibt es inzwischen eine Task Force „Werte, Religion und Entwicklung“. Die soll der Frage nachgehen, welches Potenzial die Religion für globale nachhaltige Entwicklung birgt und wie es genutzt werden kann. Ich glaub‘ ja, dass da was nicht zusammenpasst. (Hab ich für die Zeitschrift Welt-Sichten aufgeschrieben, die in ihrer November-Ausgabe einen Schwerpunkt zum Thema „Religion und Reichtum“ hat.)

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